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»Pooh Corner«

27. Dezember 2008

pu-vignetteDie erste Geschichte von Pu dem Bären wurde am 24. Dezember 1925 unter dem Titel »The Wrong Sort of Bees« in der Londoner Zeitung »Evening News« abgedruckt und die Erstausgaben der beiden Bücher von A. A. Milne, »Winnie-the-Pooh« und »The House at Pooh Corner«, erschienen 1926 bzw. 1928. Sie wurden von E. H. Shepard »dekoriert«, was heißen soll – sehr lebendig gezeichnet und »Kuscheltiere damit zum Leben erweckt« …

Jürgen von Rutenberg schreibt darüber in seinem Artikel
»Kunstmarkt – zur Erinnerung an den einzig wahren Winnie-the-Pooh … «
im ZEIT-MAGAZIN Nr. 1 vom 23.12.08, Seite 42.

Milne entwickelte die Geschichten um Winnie-the-Pooh unter anderem auch nach den Dialogen seines Sohnes, Christopher Robin, mit dessen Lieblingsteddy – und auch Shepard sah den Teddy seines Sohnes als Modell für die Zeichnungen  – »und vielleicht liegt es am Einfluss der beiden Teddybären, dass den frühen Pooh-Geschichten in Bild und Text bis heute etwas sehr Privates anhaftet. Noch nach über achtzig Jahren wirken die Illustrationen so genial improvisiert wie die Erzählungen«, so Jürgen von Rutenberg, – und im Klappentext zu einer rund 50 Jahre später ebenfalls von Shepard colorierten Neuauflage der beiden Bücher im englischen Verlag Methuen Children Books von 1989/90 ist zu lesen: »Nearly fifty years later, Ernest Shepard coloured the original line drawings with a freshness and vigour which gives them a new arresting dimension for children of today.« … »Mr. Shepard has painted his original line drawings with a freshness and individuality that will delight readers already familar with Christopher Robin and his friends, and will captivate new generations of children.«  – nicht nur von Kindern! …

Nun berichtet uns Rutenberg auch, dass Shepards Originalzeichnungen klassischer Pooh-Szenen gerade eben bei Sotheby’s versteigert wurden (mit Schätzwerten bis 90 000 Euro) und signierte Erstausgaben der Bücher gerieten ebenfalls unter den Hammer. Vor einigen Jahren habe ich es mir wenigstens einmal gegönnt, in einem Londoner Antiquariat eine solche in meinen Händen zu halten … das war ich mir selbst schuldig … und nach Hartfield in Sussex, in die Heimat Winnie-the-Pooh’s, bin ich natürlich auch gereist …

pooh-cornerPooh Corner, Hartfield

pooh-corner-fenster

Zur Zeit kannst Du auf der Website von Sotheby’s die kürzlich angebotenen Zeichnungen bewundern. Unten findest Du den Link dorthin und natürlich auch in den 100 Acre Wood, den Hundertsechzig Morgen Wald. –

die-pu-stockchen-brucke1die Pu-Stöckchen Brücke und das Pu-Stöckchen-Spiel

eules-baumEules Baum?

im-100-acre-wood

graupu-und-ferkelim Hundertsechzig Morgen Wald

ferkel-in-hartfield

im-100-acre-wood-2

Übrigens, – und das ist auch gewissermaßen eine Zusammenfassung des hier erwähnten Artikels, Ernest Shepards Winnie-the-Pooh und der gleichnamige Bär der Disney-Produktionen haben nicht die geringste Ähnlichkeit miteinander. Rutenberg meint lakonisch, dass unser lieber Pu in Amerika offensichtlich »an die falsche Sorte Zeichner« geraten sei. Hoffentlich »verwechseln« nicht allzu viele Kinder die Zeichnungen und Geschichten …
Eine sehr gute Übertragung der Bücher um Winnie-the-Pooh ins Deutsche, einschließlich der Illustrationen Shepards findest Du in einer von Harry Rowohlt übersetzten Gesamtausgabe im Cecilie Dressler Verlag, Hamburg.

➢ Pooh Corner

4 Kommentare

  1. ohhhh,what a lovely post to start the day!!!I too love Pooh,and the story you told is amazing!I also very much love the painting in the first photo!!!It is wonderful,the colors wow.Hope you are enjoying the holiday season and wish you and Rolf and Rudolph and alllll the other members around you a very happy New Year!!May all your dreams come true….
    hugs Dees


  2. Ja, wenn Du ebenfalls eine Pu-Freundin bist, findest Du auch überall Deinen Hundertsechzig Morgen Wald. Das liegt an dem, diesem Buch innewohnenden Zauber. Mögen Dir und den Deinen im kommenden Jahr die Honigtöpfe nie ausgehen …
    Das wünscht Dir im Sinne Pu’s –
    Dein Maulwurf Rolf Holunder


  3. Fortsetzung von “Pu der Bär”

    Nun ist es raus: Harry Rowohlt hat die Übersetzung der von David Benedictus in bester Tradition geschriebenen und von Mark Burgess illustrierten Fortsetzung über den berühmten Honig naschenden Bären, dem kleinen Jungen Christopher Robin und seinen Freunden abgeschlossen. Und so erscheint nun zeitgleich in USA und England die autorisierte Fassung des neuen Klassikers bei Dressler im Herbstprogramm 2009.


  4. Vielen Dank für die Information …
    Ich kann mir zwar kaum vorstellen, dass es eine Fortsetzung der Geschichte geben könnte, doch gespannt bin ich nun trotzdem und ich mag einfach auch die Art und Weise wie Harry Rowohlt derartige Storys übersetzt.



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