Archive for the ‘aus meinen Briefen’ Category

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Aus meinen Briefen … 5

25. Juli 2008

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Aus meinen Briefen… 4

29. März 2008

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Aus meinen Briefen… 3

1. Februar 2008

Lieber Rolf Holunder!
Heute konnte ich schon ganz allein unsere Mailbox öffnen und ich muss sagen, dass mir unser Kennwort wirklich gut gefällt. Meine Öhrchen wedeln jedesmal vor Stolz.

Die schicken Fotos von Dir auf dem Gipfel über Kamares und vor der Höhle haben mich ein bisschen neidisch gemacht – du hast ja wirklich tolle Sachen erlebt! Es sieht sehr beeindruckend aus und ich werde mir die Bilder bestimmt noch oft ansehen und mit großer Freundschaft an Dich denken.

Deinen Schock am Baseler Flughafen kann ich mir gut vorstellen: Da schläft man gemütlich und sicher in khnemos Rucksack und auf einmal ist man so öffentlich in der Hand eines Sicherheitsbeamten. War er denn wenigstens nett zu Dir? Aber falls Dich irgend jemand blöde angeguckt hätte, hättest Du ihm einfach von deinen Computer-Kenntnissen erzählen können und er wäre erblasst vor Erfurcht, glaube mir! Das ist ja wirklich beeindruckend, was Du da inzwischen kannst! Kein Wunder, dass Du Deine Höhlen im Wald vernachlässigt hast, aber vergiss sie nicht ganz –wer weiß, wozu sie dir noch nütze sind!

Oh, – Hier fängt nun gerade ein Gewitter an und Ma sagt, dass wir den Computer besser ausschalten sollen.
Deshalb, für heute einen herzlichen Ohrenwedler für Dich und khnemo von Eurer Flippi Apfelblüte

18. Mai 2007
Liebe Flippi Apfelblüte!
Nun kann ich Dir immer ganz unabhängig von khnemo schreiben.
Ja, Du siehst es auf den Bildern – Es war auf Kreta sehr steinig, sehr mühsam und auch oft recht gefährlich für mich in all dem Geröll. Maulwürfe haben es, so glaube ich, dort sehr schwer und getroffen habe ich keinen einzigen. Dass Du auf Eurer letzten Winterreise so nette Schneehasenfreunde gefunden hast, die Dich auch noch getragen haben, darum beneide ich Dich. Doch ganz tolle Erlebnisse hatte ich wirklich.
Das Allerschönste und Spannendste für mich war natürlich die große Bergbesteigung zusammen mit khnemo, zumal es noch an der Höhle von Kamares vorbei ging, und da war ich ja nicht mehr zu halten und völlig in meinem Element. Ein wenig mulmig war mir nur, dass im Frühling in dieser Höhle offensichtlich etliche Dohlen, Krähen oder ähnliche, jedenfalls schwarze Vögel – mindestens dreimal so groß wie ich, nisten und nun immer ganz flach über mich hinweg flogen und so laut krächzten. Puh! Und dann muss ich noch zugeben, dass mir khnemo über den einen oder anderen Geröllstein hinweg geholfen oder mich sogar getragen hat, denn sie waren teilweise viel größer als ich.
Nach einer tollen Kletterei über die Felsen und an kleinen Schneeresten vorbei kamen wir aber schließlich ganz oben auf dem Gipfel an. Oh, war das schön! Mit 1980m Höhe war ich auf einmal der am höchsten befindliche Maulwurf der Welt und wenn ich steil nach unten guckte und noch so gerade einige Häuser von Kamares sah, konnte ich gar nicht glauben, dass ich das geschafft hatte. Auf khnemos iPod habe ich mir dann »Cymbeline« von Loreena McKennitt ausgesucht und dann kreisten auch noch zwei Adler in der Thermik vor dem Hang, nahezu ohne mit den Flügeln zu schlagen. Das passte so schön zueinander, dass ich am liebsten mitgeflogen wäre.
»Stop, Rolfi«, hat khnemo da gerufen, »du kannst nicht fliegen. In solchen Momenten muss man sparsamen Gebrauch von der Natur machen.« Sehr ernüchternd! …hat offensichtlich gerade etwas von Brecht gelesen, der Typ. Doch ich finde es ganz toll von ihm, dass er mir so viel in der Natur zeigt und meinen Maulwurfsblick immer mehr erweitert. So sind wir einmal auch Truthähnen begegnet. Die kannte ich gar nicht und sie sahen sehr, sehr heffalumpig aus und glucksten so eigenartig. Selbst khnemo hatte wohl Respekt vor ihnen und meinte ganz verhalten, als wir vorsichtig an ihnen vorbeigingen: »Bei Truthähnen kann man nie wissen«.
Ach, schön war es dann immer am späten Nachmittag, wenn wir nach unseren Abenteuern auf unserer großen Terrasse saßen, unseren gemeinsamen Teller mit Toblerone-Dreiecken und Sesamkeksen auf den Tisch stellten, ganz glücklich zu unserem Berg hinüber sahen und dann voller Stolz sagten: »Da waren wir oben!« Jetzt kann ich khnemo verstehen, wie sehr er das braucht. Jedenfalls war er von nun an viel glücklicher.
Liebe Flippi, khnemo parkte, wie wir beide es ja schon oft beobachtet haben, das Auto in Kalamaki wieder stets unter dem kleinen Baum, schräg gegenüber von dem Eingang zu unserem Swimmingpool. Wenn ich dann zusammen mit ihm vom Strand zurück zum Auto ging, habe ich immer gedacht, wie schön es doch wäre, wenn Du plötzlich schräg über die Straße angehoppelt kämest. So sehr vermisse ich Dich.
Doch nun freue ich mich darauf, wieder einmal etwas von Dir zu hören und grüße Dich ganz herzlich, Dein Rolf Holunder
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Aus meinen Briefen… 2

27. Januar 2008

Da hat mir Flippi Apfelblüte doch gleich geantwortet:

Lieber Rolf Holunder,
jetzt bin ich aber mächtig stolz: Sicherlich bin ich der erste Hase, der ein eigenes Postfach hat! Du bist echt klasse!
Ich habe mir Deine Anleitung genau aufgeschrieben und mir hinter die Ohren geklemmt. Klingt nicht wirklich schwer, sondern eher hasenleicht.
Da Ma jetzt zur Schule muss, wird das hier nur eine kurze Expressantwort, die Möglichkeit habe ich hier gleich auf der Seite gefunden. Ma hat mir aber versprochen, dass sie am Wochenende Zeit hat, mir beim Tippen einer richtigen Mail in unserem schicken Postfach zu helfen.
Bis dahin ganz herzliche Grüße und viele Ohrenwedler von deiner Flippi Apfelblüte

14. Mai 2007
Liebe Flippi Apfelblüte!
Das freut mich ja sehr, dass ich Dich mit meiner Mailbox-Gründung so überraschen konnte und Du nun so begeistert schreibst, auch wenn die Pfötchen schmerzen. Ich kann ja z.B. bei der Apple-Apfeltaste noch meine Nase zu Hilfe nehmen…
Vielen Dank also für Deinen Brief mit der Nummer 1. Wir sollten unsere Mails weiterhin entsprechend markieren. Ich denke, es macht dann Spaß, später mehrere Briefe noch einmal hintereinander zu lesen.Unsere große Schwester findet es auch gut, dass wir uns schreiben, sie weiß ja auch, wie es sich anfühlt, ein Trennungskind zu sein. Als ich einmal mit khnemo darüber sprach, auf einer langen Wanderung, erzählte er davon, in einem tollen Buch gelesen zu haben, dass man beim Ausdrücken oder Aufschreiben einer Sache ihre Kraft bewahren, ihr den zuweilen in ihr steckenden Schrecken aber nehmen kann. Allerdings müsste man sich um das richtige Ausdrücken der Sache sehr bemühen und sehr ehrlich sein…
khnemo scheint das wohl auch sehr anzunehmen, denn häufig ist es sehr still bei uns und ich höre nur das Klappern der Tastatur. Was er da alles aufschreibt, weiß ich noch nicht. Ein befreundeter Kollege, der ganz beeindruckt von dem Reisebericht aus Toblach war, hat ihm wohl den Floh ins Ohr gesetzt, doch einfach weiter zu schreiben,- aber was?
Oh je, wahrscheinlich ist es die Geschichte, die uns auf dem Flugplatz in Basel passiert ist! Da hättest Du auch voller Lachen mit den Öhrchen gewedelt…
Also beim Sicherheitscheck erregte etwas in Papis Rucksack großes Misstrauen, nicht etwa Dein Rolf Holunder, der sich darin befand, sondern der zugegeben etwas ungewöhnlich geformte große Karabinerhaken aus Dänemark, der immer khnemos Geldtäschchen sichert. So etwas war in der Schweiz anscheinend unbekannt oder wurde als gefährlich angesehen. Also packte der Sicherheitsbeamte den ganzen Rucksack aus und stand schließlich in all dem Flughafengewusel da, mit der einen Hand das Geldtäschchen seinem Kollegen am Röntgengerät zeigend, in der anderen Hand, ebenso hoch erhoben – mich. Ich war ja doch etwas erschrocken, so plötzlich in all der Öffentlichkeit! Doch khnemo zwinkerte mir verschmitzt zu und stopfte mich dann in das behagliche Dunkel des Rucksacks zurück. -Ach Flippi, das Eingewöhnen in Berlin, nach der Rückkehr von Kreta, fiel mir ein wenig schwer. Meine Höhlen im Wald habe ich alle staubtrocken vorgefunden, so dass ich andauernd furchtbar niesen musste, und einige Tage später kam der große Regen und alles ist mir voll Wasser gelaufen. Wie soll das nur weitergehen? Glücklicherweise haben mich Jo und khnemo noch mit auf eine Paddeltour genommen, doch abends entwickelte sich bei einem plötzlich hereinbrechenden Nord-Ost-Wind so ein starker Wellengang auf dem Breiten Luzin, dass ich erstens richtig nass wurde und wir zweitens alle auf dem Campingplatz notlanden mussten. Jo hat dann mit ihrer unvergleichlichen wissenschaftlichen Akribie das ganze Faltboot auseinandergenommen und alle Einzelteile vorsortiert, während khnemo das Auto holte.
Für all diese Mühe gab’s anschließend Wildschweinbraten.

Die Heimfahrt war dann wunderschön, -so mit Musik aus dem iPod durch die von alten Bäumen gesäumten Alleen! Mich erinnerte das wieder sehr an unsere früheren Touren.

Nun habe ich es übrigens geschafft, liebe Flippi, – Unser Fotoalbum enthält jetzt die ersten Bilder. Du kannst es Dir in unserem Postfach jederzeit angucken. Deiner Ma und unserer großen Schwester habe ich aber eine extra Einladung zum Angucken geschickt. Das Passwort kennst Du ja schon.

Nun habe ich Dir ziemlich viel von meinem nicht ganz artgerechten Maulwurfsleben und meinem Kumpel khnemo geschrieben. Dass es Dir so gut geht, freut mich richtig. Also wedle fleißig mit Deinen Öhrchen und grüße mir alle Hasen auf den Feldern und Wiesen von Dahlem, – oder sind es doch Kaninchen?

Alles Liebe von Deinem Rolf Holunder
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Aus meinen Briefen… 1

26. Januar 2008
7. Mai 2007
Liebe Flippi Apfelblüte!
Hurra, liebe Flippi,
ich habe von khnemo wieder etwas Tolles gelernt und für uns beide eine E-mail-Internet-Adresse eingerichtet. Auf der können wir uns gegenseitig schreiben und sogar Bilder angucken – und das, wo auch immer wir auf dieser Welt gerade unterwegs sind …
Die Mailanschrift läuft zwar über meinen Namen, aber aus Gerechtigkeitsgründen hat das Kennwort sehr viel mit Dir zu tun;
khnemo schickt es Dir aus Sicherheitsgründen mit einer Extrapost zu.
Es gibt dort natürlich auch ein Adressbuch und darin habe ich unsere beiden Namen und auch den Namen von unserer großen Schwester eingetragen.Was musst Du also tun: Du gehst ins Internet, (das kannst Du nun fast mit jedem Computer) rufst die Adresse http://www.web.de auf und klickst auf »freemail«. Dann gibst Du unsere Mail-Anschrift ein und dann noch das Kennwort. Schon geht unser Postfach auf und Du kannst nachsehen, ob ich Dir geschrieben habe.
Links im Fenster klickst Du auf das Adressbuch. Dann siehst Du die eingetragenen Namen. Mach ein Häkchen z.B. vor meinem Namen und klicke unten bei »Aktionen« auf »E-mail senden«. Schon kannst Du lostippen. Wenn Du dann fertig geschrieben hast, musst Du nur noch links oben »senden« anklicken. Das ist alles – und Dein Rolf Holunder bekommt Post von Dir.

Ganz links findest Du auch das »Fotoalbum«. Dort entdeckst Du dann Bilder von meinen Abenteuern auf Kreta oder die von unserer großen Reise mit der Nautilus.

WOW, – jetzt habe ich aber viel geschrieben und bin nun sehr gespannt, wann eine Antwort von Dir kommt.
Ich wünsche Dir viele, viele Ohrenwedler – Dein Rolf-Holunder

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